Bericht des Aufsichtsrates

Die fundamentalen Aufgaben des Aufsichtsrates hat dieser auch in diesem Geschäftsjahr intensiv wahrgenommen. So hat er den Vorstand bei der Leitung der Bank regelmäßig beraten und dem Gesetz und der Satzung entsprechend überwacht und geprüft. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat wiederum regelmäßig, zeitnah und umfassend schriftlich und mündlich über alle wesentlichen Entwicklungen in der Bank.

Wir haben uns wie immer über die Geschäftslage der Bank und die wirtschaftliche Situation der einzelnen Geschäftsbereiche, die vorausschauende Planung sowie die strategische Ausrichtung der Bank informieren lassen, haben die Risikoanalyse der Bank bewertet und den Vorstand hierzu beraten. Die begleitenden Stressszenarien haben wir geprüft, bewertet und für in Ordnung befunden.

Damit haben wir u. a. auch sichergestellt, dass die Bank keine unvertretbaren Risiken einging. In allen unseren Überlegungen und Beratungen stand stets das Interesse unserer Mitglieder und Kunden sowie die langfristige Sicherung der Bank im Fokus. Der Aufbau einer tragfähigen Eigenkapitalbasis, wie sie nach Basel III gefordert wird, war und ist weiterhin ein vorrangiges Anliegen des Aufsichtsrates.

Die Gewährung günstiger Spar- und Kreditkonditionen trotz der andauernden Niedrigzinsphase und der damit verbundenen Konsequenzen für Margen und Refinanzierung war dem Aufsichtsrat auch im Jahr 2017 ein besonderes Anliegen. Dabei haben wir uns weiterhin konsequent an die schon bisher geltenden konservativen Anlagegrundsätze gehalten. Dennoch konnten wir erneut Negativzinsen für unsere Kunden und Mitglieder vermeiden. Das ist auch unser Ziel für die Zukunft.

Die im Vorjahr bewilligte Emission von Pfandbriefen – wir waren die erste genossenschaftliche Vollbank, die dieses Geschäft betreiben darf – eröffnete uns auch im Jahr 2017 eine langfristig kostengünstige Refinanzierung. Diese Vorteile geben wir an Sie als unsere Kunden und Mitglieder weiter.

Gemeinsam mit dem Vorstand haben wir, wie bereits berichtet, die Vision 2022 für die PSD Bank Nürnberg verabschiedet. Im Jahr 2017 wurden alle geplanten Projekte konsequent fortgeführt, mit Jahreszielen versehen, kontrolliert und die Umsetzung nach Möglichkeit beschleunigt. Hier gebührt allen Mitarbeitern der Bank ein großes Lob, die sich in Arbeitsgruppen aus den übergeordneten Vorgaben ihre eigenen Ziele zur Erreichung dieser Vision gesetzt haben.

Im Jahr 2017 haben wir alle geplanten Projekte begonnen und die laufenden Aktivitäten konsequent weiterverfolgt. Die sehr vorsichtige und risikovermeidende Ausweitung unserer Eigenanlagenpolitik auf risikoarme Investitionen in den Immobilienbereich hat sich positiv auf die Ertragslage unseres Hauses ausgewirkt und damit bewährt. Im Niedrigzinsumfeld ist das ein wichtiger Erfolgsbeitrag für die PSD Bank Nürnberg, der die günstigen Kundenkonditionen zu sichern hilft. Wir haben diese Entwicklung als Aufsichtsrat wie angekündigt kontinuierlich und eng begleitet und waren gesetzes- und satzungsgemäß in alle Entscheidungen von wesentlicher Bedeutung für die Bank eingebunden. Soweit erforderlich, haben wir nach umfassender Beratung und Prüfung unsere Zustimmung erteilt.

Der Aufsichtsrat hat aus seiner Mitte unverändert fünf Ausschüsse gebildet, die im Laufe des Geschäftsjahres insgesamt 25 Sitzungen absolviert haben, der Aufsichtsrat selber sieben. Der Wirtschaftsausschuss hat die Anlagenpolitik, die konkreten Anlagen und die Risikostrategie der Bank beratend begleitet. Der Wirtschaftsausschuss legte zusammen mit dem Vorstand auch im Jahr 2017 einen Überwachungsschwerpunkt auf die Anlagen, Fonds und Investitionen in Immobilienvermögen. Dies hat sich erneut bewährt.

Wir haben das Jahr 2017 wieder mit einem ausgezeichneten Ergebnis abgeschlossen. Das Kreditvolumen konnte auch im Jahr 2017 wieder erheblich gesteigert werden. Der Kreditausschuss hat über die ihm vorzulegenden Beschlüsse beraten, geprüft und entschieden und die Kreditrisikoberichte der Bank analysiert und für in Ordnung befunden.

Über die Arbeit der Ausschüsse wurde dem Aufsichtsrat regelmäßig berichtet. Die Personal- und Satzungsausschüsse haben Beschlüsse des Aufsichtsrates auf und vorbereitet. Der Prüfungsausschuss hat über das ganze Geschäftsjahr die Geschäftsführung der Bank untersucht und auch den Jahresabschluss 2017 sorgfältig geprüft. Weitere Themen des Prüfungsausschusses waren die Betrugsprävention der Bank sowie die Zusammenarbeit mit der internen Revision.

Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss, den Lagebericht, den Anhang und die Bilanz und die Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2017 geprüft und für richtig befunden. Auch der Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstandes wurde einer sorgfältigen Prüfung unterzogen mit dem Ergebnis, dass der Aufsichtsrat der Generalversammlung empfiehlt, dem Vorschlag des Vorstandes zur Verwendung des Gewinns für das Geschäftsjahr 2017 zuzustimmen.

Unser Prüfverband, der Verband der PSD Banken e.V. hat Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung und Geschäftsführung der Bank in seiner Eigenschaft als gesetzlicher Prüfer umfassend geprüft und den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk erteilt. Aufsichtsrat und Prüfungsausschuss haben diese Prüfung insbesondere durch eingehende Diskussionen mit den Prüfern intensiv begleitet. Wir haben auch dadurch für die Ordnungsmäßigkeit des Geschäftsabschlusses Rechnung getragen. Auch im Jahr 2017 ist die Geschäftsentwicklung unserer Bank, auch im Vergleich mit anderen PSD- oder Genossenschaftsbanken, sehr positiv verlaufen. Wir gehören aufgrund der Ergebnisse und der langfristigen Sicherung der Bank seit langem zur Spitzengruppe der PSD Banken im Verband.

Vorstand und Aufsichtsrat haben Beschlüsse gefasst, die die Grundlage für eine gute Weiterentwicklung der Bank legen. Die positiven Aussichten für die Zukunft sind auch im Umfeld niedriger Zinsstrukturen uneingeschränkt vorhanden. Der Aufsichtsrat sieht einen Schwerpunkt seiner Arbeit darin, die Umsetzung und die Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie auf Grundlage der im Herbst 2016 gemeinsam entwickelten Vision zu begleiten. Dabei leiten uns die vielgenannten Herausforderungen Digitalisierung, Regulatorik und Niedrigzinsumfeld ebenso wie der zunehmende Wettbewerb durch FinTechs, aber auch durch die Big Player des Plattformbusiness. Während es diesen, anders als den „klassischen“ Banken, gelingt, das Wissen und die Daten aus ihren Marktplätzen zu monetarisieren und daraus neue Angebote auch im Bereich Finanzdienstleistungen und Bezahldienste zu generieren, fehlt ihnen – noch – das Kundenvertrauen, das gerade in Geldangelegenheiten wichtig ist. Wir werden gemeinsam mit dem Vorstand weiter daran arbeiten, diesen Vorteil weiter auszubauen und die Kundenbeziehungen zu intensivieren. Hinsichtlich der technischen Chancen der Digitalisierung sind wir aus Kundensicht sehr gut aufgestellt. Unser Credo, die Möglichkeiten der Technik da zu nutzen, wo sie Kundenmehrwerte bieten, leitet uns auch künftig.

Das gilt auch für die gemeinsame Vision von Vorstand und Aufsichtsrat, bis zum Jahr 2022 ein deutliches, aber auch nachhaltiges organisches Wachstum zu erzielen in den Geschäftsfeldern Kredit und kostenfreie Gehaltsgirokonten. Die im Jahr 2017 eingeschlagene Richtung stimmt.

Einen unverzichtbaren Anteil am Erfolg im Berichtsjahr haben erneut unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Begeisterung und die hohe Identifikation, mit der sie unsere Kunden und Mitglieder beraten, neue Kunden gewinnen und auch anspruchsvolle, aber unvermeidbare Veränderungen mittragen, macht uns zuversichtlich für die vor uns allen liegenden Aufgaben. Unseren treuen Mitgliedern und Kunden danken wir für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und ihren Beitrag zum Erreichten.

Wir danken dem Vorstand für die erfolgreiche Zusammenarbeit und das wirklich gute Ergebnis der Bank.

Nürnberg, im Juni 2018

Text 12_Unterschrift Suess_ret

Dipl.-Kfm. Josef Süß
Vorsitzender des Aufsichtsrates

Merken

Merken

Merken

Merken

nach oben